Hohle Gasse

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Eine Kolumne über die Hohle Gasse

http://www.lu-wahlen.ch/kolumne-der-redaktion/news/2013/02/21/4187-wieder-ei

Rezensionen

http://www.srf.ch/player/radio/regi-lu/audio/krimi-autor-peter-beutler-im-gespraech-mirjam-mathis-25-03-2013?id=9fa52093-92fe-4c6a-bf83-7aa1009e1419

 

 

Krimi soll «Fall Luchs» wieder ins Gespräch bringen

bulletMontag, 25. März 2013, 18:28 Uhr

Der Schriftsteller Peter Beutler hat den «Fall Luchs» in einem Krimi verarbeitet. Bei diesem Einsatz einer Spezialeinheit wurden 2005 zwei unschuldige Männer brutal verhaftet. Danach waren Passagen aus dem Verhaftungsvideo plötzlich nicht mehr auffindbar.

Der Schriftsteller Peter Beutler mit seinem Krimi «Hohle Gasse».Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schriftsteller Peter Beutler hat in seinem Krimi «Hohle Gasse» den «Fall Luchs» verarbeitet. SRF

Peter Beutler war zu diesem Zeitpunkt Mitglied des Luzerner Kantonsrates. In einem Vorstoss verlangte er Antworten zum Einsatz der Sondereinheit Luchs. Der Fall habe ihn seither nicht mehr losgelassen, sagte Beutler im Gespräch mit dem Regionaljournal. Mit seinem Krimi wolle er aufzeigen, was dieser Fehltritt bei der Polizei für Folgen gehabt haben könnte.

Keine Unterhaltung

«Mein Bedürfnis war es nicht, einen Krimi zu schreiben, um die Leute zu unterhalten, ich wollte den Finger auf einen wunden Punkt legen», sagt Peter Beutler. Für ihn sei nicht unbedingt der Vorfall an sich problematisch, sondern was nachher passiert sei. Beweise seien vernichtet worden und man habe das Ganze unter den Tisch kehren wollen.

Mit seinem Buch «Hohle Gasse» will Peter Beutler den Fall wieder ins Gespräch bringen. Er wünscht sich, dass «vielleicht sogar jemand im Parlament auf die Idee kommt, das Thema wieder aufzugreifen».

I

Berner Oberländer

Beutlers neuer Krimi

LEISSIGEN Krimiautor Peter Beutler legt einen neuen Roman über Vertuschungen und Manipulationen bei der Luzerner Kantonspolizei vor.

Sein neuer Kriminalroman heisst «Hohle Gasse». Das erinnert an den Ort, wo der habsburgische Landvogt Hermann Gessler der Sage und Schillers Drama nach 1307 von Wilhelm Teils Geschoss tödlich getroffen worden ist. Peter Beutler (71), der in Leissigen wohnhafte und in Zwieselberg aufgewachsene Autor, legt nach dem aufsehenerregenden Kriminalroman «Weissenau» (2012) wieder ein Werk vor, das sich auf eine wahre Begebenheit stützt. War es in «Weissenau» der brutale Mordfall von Allmen von Ende Januar 2001, so ist es jetzt der Mord an einer Gefreiten der Kantonspolizei Luzern, die im Meggerwald tot aufgefunden wird. Ging es in «Weissenau» um Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit und um die wenig vertrauenerweckende Berner Kantonspolizei (Kapo) auf dem Bödeli, so ist diesmal die Luzerner Kapo mit Vertuschungen und Manipulationen dran.

Man kann «Hohle Gasse» als eine Art Fortsetzung lesen. Denn Kommissar Lauberund Wachtmeister Minder waren schon zentrale Figuren in «Weissenau». Sie sind gerade von Bern nach Luzern versetzt worden und tappen wegen des Mords an ihrer Kollegin Margrit Estermann lange im Dunkeln. Erst bei ihrer Ermittlung, dass Margrit Mitglied der Elitepolizeitruppe «Pit Bull» war, kommen sie auf die richtige Fährte. Bei der Festnahme von zwei angeblichen Schwerverbrechern in der Hohlen Gasse machte Estermann Videoaufnahmen. Gleich danach wurden die Aufnahmen manipuliert. Hat sie etwas gesehen, das nicht für sie bestimmt war?

In der Pressemitteilung des Verlags Emons ist die Rede von einem «mutigen, schockierenden und verstörend realen Polizeikrimi». Peter Beutler «verarbeitet die Faktenlage zu einem aufwühlenden Drama, in dem Behörden und Medien kritisch unter die Lupe genommen werden».

Svend Petenell/ pd

PeterBeutler: «Hohle Gasse». Kriminalroman. Broschur. Köln. EmonsVerlag 2013. ISBN 978-3-95451058-0. 272 Seiten. Fr. 16.50. Erhältlich in den Buchhandlungen, so auch im Bücherperron Spiez

 

Kolumne der Redaktion

 

 

12.03.2013

 

http://www.lu-wahlen.ch/kolumne-der-redaktion/news/2013/03/12/4243-wenn-ein-

 

Wenn ein «Luchs» ein «Pit Bull» wird

Der Schriftsteller Peter Beutler hat sich mit «Hohle Gasse» zum überzeugenden Anwalt eines transparenten, juristisch und politisch unanfechtbaren Justiz- und Polizeiwesens im Dienste von Recht und Ordnung gemacht. Sein Mittel: erneut ein spannender, unterhaltsamer und lehrreicher Kriminalroman.

Schon am ersten Tag bei der Kriminalpolizei des Kantons Luzern werden Leutnant Beat Lauber und sein Assistent Ferdinand Minder auf einen brisanten Fall angesetzt. Leser von Beutlers Erstling «Weissenau» kennen die beiden bereits. Ihr neuer Chef Pius Häfiger, der Leiter der Luzerner Kriminalpolizei, tief verstrickt in trübe Machenschaften mancher seiner engsten Mitarbeitenden und deren Hintermänner und -frauen, gehört selber zum Kreis der Verdächtigen, was die beiden Kriminalisten schon bald herausfinden. Und dies trotz Häfligers unzähligen Versuchen, Laubers und Minders Arbeit schlau zu hintertreiben und ihre Ermittlungen trickreich zu durchkreuzen.

Dabei geraten auch ein halbes Dutzend Menschen in tödliche Gefahr, sei es, weil sie Geheimwissen erpresserisch einsetzten, sei es, weil sie unliebsame Zeugen eines verantwortungslosen und kriminellen Treibens innerhalb der Justiz- und Polizeibehörden waren.

Wie schon in «Weissenau», wo es um einen Mord in der Neonazi-Szene des Berner Oberlandes mit realem Hintergrund ging, liegt auch diesem zweiten, nach einem der Tatorte «Hohle Gasse» betitelten Kriminalroman eine wahre Geschichte zu Grunde, die sich Mitte des letzten Jahrzehnts in der Innerschweiz ereignet hatte.

Der Fall «Luchs», ein skandalöser Vorfall innerhalb einer geheimen polizeilichen Spezialeinheit dieser Bezeichnung, um den es hier geht und die im Roman «Pit Bull» heisst , wurde nie ganz aufgeklärt. Die Opfer dieses Beispiels polizeilicher Willkür aus Dummheit, ideologischer Verblendung und Überheblichkeit haben sich bis heute nicht von den Folgen erholt.

Beutler ist als langjähriger kantonaler Parlamentarier ein guter Kenner des Justiz- und Polizeiwesens von Luzern und im Fall «Luchs» parlamentarisch aktiv geworden. Der Kenntnisreichtum des Autors ist indes sowohl ein Vor- wie ein Nachteil. Der Leser erfährt einerseits viel über das Zusammenspiel von Politik und Justiz im Kanton Luzern, mit andern Kantonen und sogar mit Sicherheitskräften aus Nachbarländern. Andererseits nimmt dieser Kenntnisreichtum dem Krimi zuweilen das erwünschte Tempo und die Dichte der Handlung. Auch der Einbezug der ganzen Palette elektronischer Kommunikationsmittel unterbricht hie und da den Fortgang der so spannenden Handlung. Allerdings spielen Manipulationen von Videoaufnahmen eine Schlüsselrolle in Beutlers Geschichte wie schon im Fall «Luchs».

Etwas irritierend mutet an, dass Kriminalleutnant Lauber, der ohnehin im Mittelpunkt des Geschehens steht, noch ein privates Tagebuch führt, dessen wiedergegebene Stellen jedenfalls weder der Wahrheitsfindung noch der Dramaturgie des Geschehens einen erkennbaren Dienst erweisen.

Der Autor hat jedoch auch in seinem zweiten Kriminalroman viel für das Verständnis der Arbeit der Polizei getan. Er verdeutlicht, dass Ordnungshüter und ihre hierarchischen, juristischen und politischen Vorgesetzten nicht davor gefeit sind, selber zu Kriminellen zu werden oder den Institutionen und damit der gesamten Gesellschaft Schaden zuzufügen. Politischer Fanatismus, rassistische und andere ideologische Vorurteile führen zu Fehleinschätzungen. Unkontrollierte Handhabung des Gewaltmonopols des Staates zerstört das Vertrauen der Bevölkerung in die Institutionen, wenn solchem Treiben nicht mutig Einhalt geboten wird, wie dies die beiden Hauptpersonen im Roman und ihre Verbündeten tun.

Der Schriftsteller Peter Beutler hat sich mit einer spannenden Geschichte zum überzeugenden Anwalt eines transparenten, juristisch und politisch unanfechtbaren Justiz- und Polizeiwesens im Dienste von Recht und Ordnung gemacht.

Peter Graf, ehemaliger Journalist und Politikberater, Wabern/Bern

 

 

Hohle Gasse im Vergleich

BZ/BO/TT

 

Berner Landbote 3. Juli 2013

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